In Nordrhein-Westfalen werden die Pflegekräfte befragt werden, ob sie eine Interessensvertretung oder Pflegekammer wünschen. Im Koalitionsvertrag von CDU und FDP steht dazu:

Nordrhein-Westfalen wird eine Interessenvertretung der Pflegenden errichten, wenn die Pflegenden dies wollen. Deshalb werden wir eine repräsentative Befragung bei den professionell Pflegenden durchführen. Diese Befragung der Pflegekräfte zur beruflichen Interessenvertretung soll über die Frage einer Landespflegekammer sowie der Alternative des Bayerischen Modells erfolgen.

Wir sind gespannt wie schnell die Befragung durchgeführt werden wird und wie sich die Pflegekräfte in NRW entscheiden. Natürlich unterstützen wir weiterhin die Einrichtung einer echten Kammer für die Pflegenden. Den vollständigen Koalitionsvertrag finden Sie hier.

Auch dieses Jahr haben wir wieder den Junge Pflege Kongress besucht. In Bochum waren mehr als 2000 Besucher vor Ort und wir waren mit einem Stand in der Industrieausstellung "Zukunftswerkstatt" vertreten.

Von den jungen Pflegenden und Auszubildenden haben wir ein durchweg positives Feedback bekommen, was uns darin bestärkt das Thema Pflegekammer weiter auf die politische Agenda zu setzen. Viele Besucher hatten bereits vom Thema Pflegekammer gehört, benötigten aber trotzdem weitere Informationen, um das Thema auch mit Freunden und Kollegen diskutieren zu können. Auch hier  haben wir die Möglichkeit zur Abstimmung Pro und Contra Pflegekammer gegeben, bei der wir ein eindeutiges Votum - dies wird auch auf den folgenden Bildern ersichtlich - für eine Pflegekammer erhalten haben.

Stuttgart  Die grün-schwarze Landesregierung will die rund 100.000 Pflegefachkräfte und die etwa 20.000 Auszubildenden in diesem Bereich dazu befragen, ob in Baden-Württemberg eine Pflegekammer eingerichtet werden soll. Von Michael Schwarz (Quelle)

Die Befragung soll nach Angaben des Stuttgarter Sozialministeriums im dritten Quartal dieses Jahres beginnen. „Die Landesregierung will die Selbstverwaltung in der Pflege stärken. Wir unterstützen die Einrichtung einer Pflegekammer, wenn dies von den Beschäftigten in Baden-Württemberg gewollt ist“, sagte die Staatssekretärin im Sozialministerium, Bärbel Mielich (Grüne), der Heilbronner Stimme.

Die Befragung soll laut der Grünen-Politikerin von einem unabhängigen Institut durchgeführt werden. Stimme die Mehrheit dafür, würden die nächsten Schritte eingeleitet. Ziel sei es, die Vertreter der Pflege „auf Augenhöhe in den Entscheidungsgremien im Land und im Bund zu etablieren“, so Mielich.

Mitarbeiter sollen informiert werden

Die Pflegekräfte im Südwesten werden noch vor der Befragung über die Aufgaben einer Kammer informiert. Wird diese in Baden-Württemberg eingerichtet, würde sie Mitarbeiter aus den Bereichen Gesundheits- und Krankenpflege, Kinder- und Altenpflege sowie Auszubildende vertreten. Das Vorhaben ist auch Bestandteil des grün-schwarzen Koalitionsvertrags.

In anderen Bundesländern gibt es bereits Pflegekammern. Die deutschlandweit erste Einrichtung dieser Art wurde im Januar 2016 in Rheinland-Pfalz gegründet. Dort vertritt sie die Interessen von insgesamt rund 40.000 Mitgliedern.

In Schleswig-Holstein befindet sich eine solche Kammer in der Gründungsphase, in Nordrhein-Westfalen gibt es einen Förderverein, der sich mit der Gründung einer solchen Einrichtung befasst.

Auf den Seiten des Pflegerats NRW können Sie ab sofort Interviews mit den Parteien und Aussagen aus den Wahlprogrammen zur Landtagswahl finden. Machen Sie gerne von den bereitgestellten Informationen Gebrauch um bei der Landtagswahl die beste Entscheidung für die Pflege treffen zu können.

Weiterhin möchten wir auf die neue Facebook-Gruppe zum Austausch über die Pflegekammer NRW hinweisen.

Während einer Fachtagung im HDZ NRW in Bad Oeynhausen, konnte der Förderverein in der begleitenden Industrieausstellung den Teilnehmern mittels eines Informationsstandes die Intention einer Pflegekammer vorstellen.

Der Pflegerat NRW und wir gratulieren den Kolleginnen und Kollegen in Niedersachsen zum Landtagsbeschluss zur Errichtung einer Pflegekammer!

 

Düsseldorf. Im Landtag von NRW stand am 26.10.2016 mit der Expertenanhörung des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales zum Thema „Stärkung und Aufwertung der Pflege durch Selbstverwaltung - NRW braucht eine Pflegekammer“ eine wichtige Etappe für die Sicherstellung einer dauerhaften Daseinsfürsorge von professioneller Pflege in Nordrhein-Westfalen auf der politischen Agenda. Die Anhörung wurde durch den Antrag der CDU-Fraktion mit dem Titel „Pflege stärken: Attraktivität steigern - Pflegevertretung verbessern“ und den Entschließungsanträgen der Fraktionen SPD und Bündnis 90/Die Grünen initiiert. Ludger Risse, Thomas Kutschke und Jens Albrecht vertraten als Sachverständige den Pflegerat NRW im Landtag. Irene Maier als Vertreterin des VPU sowie Martin Dichter für den DBfK standen den Abgeordneten ebenfalls Rede und Antwort. In der Summe hat sich die Pflege hervorragend präsentiert, so Ludger Risse.

Anlässlich der Anhörung zur Errichtung einer Pflegekammer am 26.10.2016 im Landtag NRW

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Am 22.09.2016 fand wieder der Niederrheinische Pflegekongress statt. Neben anderen Ausstellern war in der Industrieausstellung auch der Förderverein vertreten. Ein großer Teil der rund 650 Besucher zeigte deutliches Interesse für die Weiterentwicklung der Pflegeberufe mittels einer Pflegekammer.

Auf Einladung des Sprechers der CDU-Landtagsfraktion des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales Peter Preuß MdL, kam es am 13.09.2016 im Landtag zu einem Expertengespräch zur geforderten Errichtung einer Pflegekammer. Vertreter einer Vielzahl von verschiedenen Aktionsgruppen, Parteien und Gewerkschaften hatten Gelegenheit sich zu äußern. Fast alle Anwesenden, bis auf die Vertreter einer Arbeitgebervereinigung, sahen die Errichtung einer Pflegekammer positiv und als notwendig zur Weiterentwicklung der Pflegeberufe und damit einhergehend eine deutlich verbesserte Versorgung der Bürger des Landes NRW mit pflegerischen Leistungen.