Unterstützung und Notfallkontakte
Vielleicht haben Sie etwas erlebt, das sich nicht richtig angefühlt hat. Vielleicht machen Sie sich Sorgen um jemanden in Ihrer Nähe. Oder Sie fragen sich, ob das, was Sie beobachten, tatsächlich Gewalt ist. All das sind Gründe, sich Unterstützung zu holen. Sie müssen keine Gewissheit haben, um Beratung in Anspruch zu nehmen.
Spezialisierte Stellen begleiten und beraten bei Gewalt in der Pflege oder im häuslichen Umfeld. Regionale Beratungsstellen kennen die Situation vor Ort und können gemeinsam mit Ihnen nächste Schritte besprechen. Organisationen wie der Weiße Ring bieten zusätzlich persönlichen Opferschutz und praktische Unterstützung an.
Bei akuter Gefahr wählen Sie bitte immer die Polizei unter 110 oder den Rettungsdienst unter 112.
1. Akute Hilfe
Polizei
110
Rettungsdienst
112
Telefonseelsorge
0800 111 0 111
Rund um die Uhr erreichbar bei seelischen Krisen
2. NRW-weite Beratung
Monitoring- und Beschwerdestelle NRW
0211 855-4499
Beratung bei Gewalt im Zusammenhang mit freiheitsentziehenden Maßnahmen
Opfer-Telefon Weißer Ring
116 006
Unterstützung für Opfer von Straftaten und deren Angehörige
3. Unterstützung für Pflegefachpersonen
PSU HELPLINE
0800 09 11 91 2
Psychosoziale Unterstützung für professionelle Pflegekräfte
Pflege-Telefon NRW
0800 4040 044
Zentrale Beratung zu Pflegeleistungen, Rechten und Gewalt in der Pflege
4. Regionale Angebote
Essen
Notruftelefon Gewalt
0201 88 500 88
Paderborn
Notfalltelefon Pflege
05251 30 89 00
Siegen
Handeln statt Misshandeln
0271 234 60 66
Minden-Lübbecke
Krisenhilfe
0571 80 72 28 41
Prävention und Schutzkonzepte in Einrichtungen
Das Wohn- und Teilhabegesetz Nordrhein-Westfalen verpflichtet Pflegeeinrichtungen dazu, Schutzmaßnahmen gegen Gewalt umzusetzen. Wirksame Schutzkonzepte werden gemeinsam mit den Teams entwickelt und berücksichtigen sowohl räumliche und organisatorische Bedingungen als auch individuelle Belastungen der Beteiligten.
Zu einem professionellen Schutzkonzept gehören die Analyse von Risikoquellen im Arbeitsalltag, verbindliche Regeln für einen respektvollen Umgang sowie technische, organisatorische und personenbezogene Maßnahmen.
Die Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege stellt kostenfreie Mustervorlagen und Checklisten für Gewaltschutzkonzepte zur Verfügung. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege fördert zudem die Ausbildung innerbetrieblicher Deeskalationstrainer mit einem Zuschuss von bis zu 50 Prozent der Ausbildungskosten.