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Wissenschaft und Systementwicklung

Zahlen und Fakten aus NRW

Wie häufig kommt Gewalt in der Pflege vor? In welchen Settings tritt sie besonders auf? Und was sagen die Daten über Ursachen und Risikofaktoren? Dieser Abschnitt stellt aktuelle Statistiken und Erhebungen zur Situation in der ambulanten und stationären Pflege in Nordrhein-Westfalen vor. Forschungsberichte stehen zum Download bereit.

Laufende Projekte

Dieses Portal wird wissenschaftlich begleitet und kontinuierlich weiterentwickelt. Im Rahmen eines Dissertationsprojekts an der Universität Siegen wird untersucht, wie digitale Plattformen dazu beitragen können, gewaltbezogene Gesundheitskompetenz in der Pflege zu stärken und messbar zu machen. Durch Ihre Nutzung und Ihr Feedback helfen Sie dabei, die Wirksamkeit digitaler Präventionsstrategien zu belegen und Qualitätskriterien für die Zukunft zu definieren.

Studienkarten

Sie machen komplexe Forschung greifbar und zeigen, was wissenschaftliche Erkenntnisse konkret für Prävention, Handlungssicherheit und Organisationsentwicklung bedeuten.

Gewalt in der Pflege — ein Problem von Einzelnen oder des Systems?

Gewalt im Pflegekontext entsteht häufig nicht durch individuelles Fehlverhalten, sondern als Ausdruck dysfunktionaler Interaktionen innerhalb belasteter Systeme. Personalmangel, Zeitdruck und fehlende Unterstützungsstrukturen spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Was das für die Praxis bedeutet: Statt Schuldzuweisungen brauchen wir eine offene Fehlerkultur und strukturelle Verbesserungen. Prävention beginnt bei den Rahmenbedingungen.

Forschungsstand: Systemische Perspektive gut belegt

Pflegefachpersonen als Betroffene und als Handelnde zugleich

Gewalt gegen Pflegepersonal ist im Alltag weit verbreitet. Gleichzeitig kann anhaltende Überforderung dazu führen, dass Pflegende unbewusst selbst Grenzen überschreiten. Beides gehört zusammen und beides verdient Aufmerksamkeit.

Was das für die Praxis bedeutet: Eigenschutz, Deeskalation und kollegiale Unterstützung sind keine Zusatzangebote, sondern Grundlagen professionellen Handelns.

Forschungsstand: Gut dokumentiert, Handlungsbedarf hoch

Helfen Schulungen wirklich gegen Gewalt?

Aktuelle Studien zeigen, dass es weltweit noch kaum ausreichend belastbare Belege dafür gibt, welche einzelnen Maßnahmen Gewalt in der Pflege sicher verhindern. Wissen allein reicht nicht aus.

Was das für die Praxis bedeutet: Wirksame Prävention braucht eine Kombination aus Wissensvermittlung, einer Kultur des Hinschauens und klaren organisatorischen Abläufen. Schutzkonzepte müssen gelebt werden, nicht nur dokumentiert.

Forschungsstand: Forschungsbedarf hoch, Teil des laufenden Projekts

Netzwerk

Prävention gelingt gemeinsam. Hier finden Sie Kooperationspartner aus Praxis, Wissenschaft und Versorgung, die sich für eine gewaltfreie Pflegekultur einsetzen. Sie können sich an Co-Design-Workshops beteiligen und Teil einer lernenden Gemeinschaft werden, die das Portal und seine Inhalte aktiv mitgestaltet.