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Diskriminierung in der Gesundheitsversorgung – Expertisen und Erfahrungen entlang von Rassismus, Behinderung und Geschlecht
11.03.2026 | 17:00 – 20:00
Unter dem Titel „Ungleich versorgt? Diskriminierung im Gesundheitssystem“ widmet sich die Veranstaltung unterschiedlichen Perspektiven auf Diskriminierung entlang von Rassismus, Behinderung und Geschlecht. Es werden verschiedene Formen von Diskriminierung, deren Zusammenspiel im Gesundheitssystem und historische Entwicklungen vorgestellt, sowie aktuelle Forschungsergebnisse diskutiert.
Es erwarten Sie folgende Vorträge:
Karen Nolte (Prof.in am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg):
„Von Schädelgrößen, Affekten und Eigenthümlichkeiten. Medizin und Geschlecht im 19. Jahrhundert“
Der Vortrag zeigt anhand ausgewählter Beispiele, wie sich im 19. Jahrhundert gesellschaftliche Vorstellungen von Geschlecht wandelten, wie geschlechtsspezifische Eigenschaften biologisiert wurden und welche Rolle die Medizin in diesem Prozess spielte.
Muna AnNisa Aikins (Postdoc am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung & Each One Teach One e.V. (EOTO)):
„Communities-basierte Evidenz zu Diskriminierung und Rassismus im Gesundheitswesen“
Im Fokus stehen communities-basierte Forschungsergebnisse, die Erfahrungen marginalisierter Communities mit Diskriminierung und Rassismus im Gesundheitswesen sichtbar machen, sowie die Bedeutung struktureller und intersektionaler Diskriminierung für Zugänge, Behandlungsqualität und gesundheitliche Auswirkungen. Zudem wird diskutiert, wie communities-basierte Ansätze etablierte Forschung und Praxis machtkritisch hinterfragen und Impulse für eine gerechtere Gesundheitsversorgung geben können.
Swantje Köbsell (Prof.in a.D. für Disability Studies, Alice Salomon Hochschule Berlin, Mitgründerin der Beratungsstelle Selbstbestimmt Leben e.V. und der Assistenzgenossenschaft Bremen):
„Barrieren in der Gesundheitsversorgung behinderter Menschen“
Der Vortrag thematisiert physische Barrieren und „Barrieren in den Köpfen“ im Gesundheitswesen, die dazu führen, dass behinderte Menschen häufig nicht die gleiche Versorgungsqualität erhalten wie die Durchschnittsbevölkerung. Vor dem Hintergrund der UN-Behindertenrechtskonvention werden ableistische Strukturen, ihre Folgen und mögliche Wege zur Veränderung diskutiert.
Die Veranstaltung wird durch ein Graphic Recording begleitet, welches die Inhalte visuell aufbereitet.
Die Veranstaltung findet online statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Sie können über diesen Link an der Veranstaltung teilnehmen. Weiter unten finden Sie die ausführlichen Informationen zur Teilnahme via MS-Teams.
Es wird während der gesamten Auftaktveranstaltung ausreichend Zeit für Fragen und Diskussionen geben. Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten, die sich mit Diskriminierung in der Gesundheitsversorgung auseinandersetzen möchten, selbst in dem Feld tätig sind oder eigene Erfahrungen und Perspektiven teilen und diskutieren möchten.
Das Zukunftsdiskursprojekt wird gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur und unterstützt durch das Queere Netzwerk Niedersachsen.
Das Plakat zur Veranstaltung finden Sie hier.