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Ihr Thema, unsere Aufgabe:
Reine Sicherheitstransporte von Patient*innen im Maßregelvollzug sind #nichtdeinjob

Pflegefachpersonen im Maßregelvollzug übernehmen täglich große Verantwortung. Für Menschen, für Therapie, für Stabilität. Doch diese Verantwortung hat Grenzen. 

Als Pflege plötzlich auch sicherheitsrelevante Transporte übernehmen sollte, war für viele von Ihnen klar: Das gehört nicht zu unserem Beruf – und es gefährdet uns. Diese Stimmen haben wir gehört. 

Die Pflegekammer NRW hat genau hier angesetzt: um Ihre Rolle zu schützen, klare Grenzen zu ziehen und Pflege dort zu halten, wo sie hingehört. 
Was wir dafür unternommen haben, zeigen wir hier transparent und Schritt für Schritt. 

Was passiert ist – und wie wir uns eingesetzt haben 

1. Juli 2025
Neuer Erlass, neue Probleme 

Ein Erlass des Justizministeriums NRW überträgt Gerichtsfahrten und Zuführungen an die Maßregelvollzugseinrichtungen 

In mehreren Einrichtungen bedeutet das konkret: Pflegefachpersonen sollen sicherheitsrelevante Transporte übernehmen 

Das ist problematisch, denn: 

– Diese Aufgaben gehören nicht zum pflegerischen Berufsbild 

– Es kommt zu gefährlichen Situationen und Überforderungen  

Viele betroffene Pflegefachpersonen melden sich deshalb bei der Pflegekammer NRW

Sommer 2025
Wir greifen sofort ein

Direkt nach Bekanntwerden der Probleme: 

– Offener Brief der Pflegekammer NRW an das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales 

– Klare Botschaft: Pflegefachpersonen werden diese Transporte nicht durchführen 

Im anschließenden Austausch: 

– Das Ministerium teilt unsere Einschätzung 

– Zusicherung: Es sollen andere Lösungen gefunden werden 

– Gemeinsames Verständnis: Sicherheitstransporte sind keine Aufgabe der Pflege 

Herbst 2025
Gesetzesänderung und klare Forderungen 

Start der Novellierung des Strafrechtsbezogenen Unterbringungsgesetz (StrUG) NRW. 

Die Pflegekammer bringt die Perspektive der Betroffenen aktiv ein in Form von zwei Stellungnahmen und Briefen an die Mitglieder der zuständigen Landtagsausschüsse 

Unsere zentrale Forderung: 

Klare Zuständigkeit für Transporte beim Justizvollzugsdienst, nicht bei Pflegefachpersonen 

29. Oktober 2025
Anhörung im Landtag 

Öffentliche Anhörung im Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales 

Die Pflegekammer NRW: 

– Bewertet das Sicherheitspaket fachlich. 

– Macht erneut deutlich: 

– Pflegefachpersonen dürfen nicht fachfremd für Sicherheitstransporte eingesetzt werden 

– Es braucht klare und sichere Zuständigkeiten 

Herbst 2025
Gespräche & Öffentlichkeit 

Nach der Anhörung: 

– Gespräche mit Abgeordneten und Ministerien 

– Kontinuierliches Nachhalten im Gesetzgebungsprozess

Öffentliche Positionierung: 

– Pressemitteilung am 7. November 2025: 
„Sicherheitstransporte gehören in die Verantwortung der Justiz – nicht der Pflege“ 

– Danach Artikel zum Thema, unter anderem in der WAZ: „Pflegerinnen müssen psychisch kranke Straftäter fahren – und wehren sich“ 

Dezember 2025
Politischer Abschluss 

Die Novellierung des StrUG NRW wird beschlossen 

Wichtig für Sie: 

– Auch wenn die Zuständigkeit nicht direkt im Gesetz geregelt wurde, 
gibt es klare politische Zusicherungen

– Pflegefachpersonen übernehmen keine sicherheitsrelevanten Transporte 

– Diese Aufgaben sollen durch qualifiziertes Sicherheitspersonal erfolgen 

Die Pflegekammer fordert zusätzlich:

– Ausreichende Finanzierung der Transporte 

– Klare Regelungen zu Qualifikation und Zuständigkeit 

– Schutz Ihrer pflegerischen Kernaufgaben 

Was das für Sie bedeutet 

Es besteht ein breiter politischer Konsens: 

  • Pflege ist zum Pflegen da – nicht für sicherheitsrelevante Transporte! 

Die Pflegekammer NRW bleibt dran: 

  • Wir begleiten die Umsetzung in der Politik und in den Einrichtungen 
  • Wir bringen uns weiter aktiv in Regelungen und Prozesse ein 

Downloads

PDF
One-Minute-Wonder-StrUG
One-Minute-Wonder-StrUG-3-allgemein.pdf
286 KB
PDF
Pressemitteilung: Pflegekammer NRW setzt sich durch:
Keine Transporte von Straftäter*innen mehr durch Pflegefachpersonal
2026-01-19_PresseNews_Keine_Sicherheitstransporte_durch_Pflegefachpersonal.pdf
170 KB

Ihr Hinweis ist wichtig – melden Sie sich bei uns! 

Sie sind nah an der Praxis und merken früh, wenn etwas nicht stimmt. 

Bitte melden Sie sich bei der Pflegekammer NRW, wenn: 

  • Pflegefachpersonen weiterhin zu Transporten herangezogen werden, 
  • unklare Zuständigkeiten bestehen, 
  • sicherheitsrelevante Aufgaben auf die Pflege übertragen werden, 
  • oder Sie andere strukturelle oder rechtliche Unregelmäßigkeiten bemerken 

Senden Sie jederzeit eine E-Mail an info@pflegekammer-nrw.de. 

Nur mit Ihren Rückmeldungen können wir Ihre Interessen wirksam vertreten und im politischen Prozess einbringen. 


Danke für Ihr Vertrauen – wir bleiben für Sie dran.