Andreas Fuhrmann erhält den ersten Platz für seinen Einsatz in der Pflegepolitik
Petra Krause und Wolfgang Pasch werden für ihren Einsatz in Weiterbildung, beruflicher Entwicklung und Haltung gegen Rechts geehrt
Jessica Ann Kremer ist Newcomerin des Jahres für ihr Ampelsystem zur Übersicht von Pflege- und Notfallinformationen
Düsseldorf, 12. Mai 2026. Herausragende Leistungen verdienen Anerkennung: Die Pflegekammer NRW hat am 12. Mai 2026 im Maritim Hotel Düsseldorf die Gewinner*innen des Pflegepreises 2026 geehrt.
Die Preisträger*innen in der Kategorie „Politische Haltung“
Andreas Fuhrmann erhielt den ersten Platz in der Kategorie „Politische Haltung“. Er ist Gründer des Vereins „Jung & Alt – ambulante soziale Hilfen e.V.“ im Kreis Höxter, der sich für eine ganzheitliche, selbstbestimmte Pflege einsetzt und die Bedürfnisse der Menschen in den Mittelpunkt stellt. Der Verein bietet ambulante Pflege, Tagespflege, Betreuungsdienste und soziale Hilfen, um ein würdevolles Leben zu Hause zu ermöglichen. Besonderen Wert legt er auf Bezugspflege, bei der wenige Pflegefachpersonen feste Patient*innen begleiten. Gleichzeitig schafft der Verein attraktive Arbeitsbedingungen durch familienfreundliche Dienstpläne, Fortbildungen und tarifliche Vergütung. Mit diesem Ansatz stärkt Andreas Fuhrmann die politische Stimme der Pflege und zeigt, wie Versorgung, Qualität und Mitbestimmung Hand in Hand gehen.
Den zweiten Platz belegt in diesem Jahr Petra Krause aus Bielefeld. Als Pflegedirektorin am Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB) und Krankenhaus Mara sowie Leiterin der Gesundheitsakademie setzt sie sich für Spezialisierungsweiterbildungen und Karriereförderung in der Pflege ein. Zudem engagiert sie sich gegen Extremismus, Rassismus und Diskriminierung und ist Mitgründerin von „Pflege gegen Rechts“. Ihr Einsatz stärkt nicht nur die Praxisqualität, sondern motiviert Pflegende, Verantwortung zu übernehmen und ihre Stimme zu erheben.
Der dritte Platz ging an Wolfgang Pasch aus Düsseldorf. An der Fliedner Fachhochschule gestaltet er Studiengänge im Bereich Pflege und Gesundheit und vermittelt nicht nur fachliches Wissen, sondern auch das professionelle Selbstverständnis zukünftiger Pflegefachpersonen. Sein Engagement zeigt, wie wichtig Haltung, Verantwortung und die Positionierung in gesellschaftlichen Debatten für die Pflege sind.
Die Newcomerin des Jahres
In der Kategorie „Newcomer“ wurde Jessica Ann Kremer ausgezeichnet. Die Auszubildende bei der Caritas in Hamm hat ein Ampelsystem für Bewohner*innenzimmer entwickelt, das den Status von Palliativversorgung, Patient*innenverfügungen und Notfallkontakten auf einen Blick sichtbar macht. Mit ihrem Ansatz erhöht sie die Sicherheit in der Pflege und zeigt, wie junge Pflegefachpersonen bereits in ihrer Ausbildung Verantwortung übernehmen.
Minister Laumann betont die Bedeutung der Preisträger*innen
NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, der die feierliche Preisverleihung begleitete, lobte die Leistungen der Ausgezeichneten:„Die Preisträgerinnen und Preisträger haben auf verschiedene Art bewiesen, dass sie eine Haltung haben und Verantwortung übernehmen: Für sich, die Kolleginnen und Kollegen sowie die Patientinnen und Patienten. Sie geben der Pflege ein Gesicht. Ich danke Ihnen für Ihr Engagement und Ihre Ideen, mit denen Sie die Pflege bereichern und gratuliere Ihnen ganz herzlich!“
Sandra Postel, Präsidentin der Pflegekammer NRW, ergänzte: „Wir feiern heute Menschen, die ihre Arbeit mit Leidenschaft leben und die Pflege aktiv mitgestalten. Ihr Handeln inspiriert Kolleg*innen, stärkt den Berufsstand und zeigt, wie Pflege zukunftsfähig gestaltet wird.“
Keynote „Politische Haltung entwickeln“ der Organisation HateAid
Neben den Preisverleihungen wurden alle Ehrenamtlichen der Pflegekammer NRW für ihren kontinuierlichen Einsatz gewürdigt. In ihrer Keynote „Politische Haltung entwickeln“ beleuchtete Kathi Heffe von HateAid die verschiedenen Formen digitaler Gewalt und die damit verbundenen Herausforderungen. Die Gäste erhielten wertvolle Impulse dazu, wie sie in solchen Situationen reagieren können, welche Strategien hilfreich sind und welche Unterstützungsangebote es gibt. Die Botschaft: Wir alle haben eine wichtige Stimme und können lernen, sie für uns selbst und das Gemeinwohl zu nutzen.
Beim anschließenden Abendessen und Get-together nutzten die Gäste die Gelegenheit zum Austausch, für Diskussionen über Herausforderungen und neue Ideen sowie zum Netzwerken.
Die Preisverleihung 2026 machte deutlich: Pflege lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen, neue Wege aufzeigen und Andere motivieren. Weitere Informationen zum Pflegepreis und den Nominierten gibt es unter: www.pflegepreis-nrw.de.
Die dazugehörige Pressemitteilung finden Sie hier.
Pressekontakt
Katrin Simoneit
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