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Pflegekammer NRW feiert „Tag des Ehrenamtes“:
Über 290 Ehrenamtliche bringen die Pflege berufspolitisch in 57 Gremien nach vorne

Noch vor wenigen Jahren war die Stimme der professionellen Pflege in Nordrhein-Westfalen kaum hörbar: Der damalige Pflegerat vertrat die Interessen der Pflegenden in lediglich drei landesweiten Gremien. Mit der Gründung der Pflegekammer NRW hat sich dieses Bild grundlegend verändert. Heute bringt die Kammer die Stimme der Pflege in 57 interne und externe Gremien ein – eine beinahe 20-fach höhere Besetzung durch Pflege als zuvor und ein Meilenstein für die berufspolitische Selbstbestimmung. Am morgigen Tag des Ehrenamtes würdigt die Pflegekammer NRW das Engagement der rund 290 ehrenamtlich aktiven Pflegefachpersonen, ohne die dieser politische Aufstieg undenkbar wäre.

Düsseldorf, 4. Dezember 2025 – „Unsere Fortschritte sind nur möglich, weil so viele Pflegende bereit sind, zusätzlich zu ihrem anspruchsvollen Berufsalltag Verantwortung für die Weiterentwicklung ihres Berufsstandes zu übernehmen“, betont Sandra Postel, Präsidentin der Pflegekammer NRW. „Dieses Engagement ist ein unschätzbarer Beitrag zur Stärkung der Pflege in Nordrhein-Westfalen.“

Das Ehrenamt in der Pflegekammer NRW ist dabei so vielfältig wie die Profession selbst. Pflegefachpersonen engagieren sich als gewählte Mandatsträger*innen in der Kammerversammlung, wirken in fachlichen Arbeitsgruppen und Ausschüssen mit oder vertreten die Pflege als Delegierte in landesweiten Gremien sowie kommunalen Konferenzen. Dadurch fließt pflegefachliche Expertise in politische Debatten ein, von der Landeskrankenhausplanung über den Landesfachbeirat Psychiatrie bis hin zu lokalen Entscheidungsprozessen. Gleichzeitig kann die Kammer über ihre Ehrenamtlichen auch vor Ort berufspolitische Akzente setzen

Ein Beispiel dafür war die Kommunalwahl. Hier stellte die Pflegekammer allen Pflegefachpersonen das für die jeweilige Kommune betreffende Zahlenmaterial zur Verfügung, um den Versorgungsmangel in der Pflege als zentrales Wahlkampfthema sichtbar zu machen. Die zugänglichen Vorlagen enthielten präzise Zahlen zur dramatischen Lage in den jeweiligen Kommunen. Diese zeigten nahezu überall das gleiche Bild: In wenigen Jahren droht aufgrund der demografischen Entwicklung der Pflegefachpersonen ein Versorgungskollaps. Mit den bereitgestellten Informationen konnten Pflegefachpersonen das Gespräch mit lokalen Politiker*innen suchen und nachfragen, welche konkreten Maßnahmen sie vor Ort planen.

Für Pflegende, die sich an ihrem Arbeitsort für ihren Berufsstand einsetzen möchten, bietet die Kammer eine weitere Möglichkeit des Engagements: das Netzwerk der Kammerbotschafter*innen. In dieser Rolle unterstützen Pflegefachpersonen die berufspolitische Stärkung der Pflege, etwa indem sie Kolleg*innen über die Arbeit der Kammer informieren und zur Mitwirkung motivieren. „Die Kammerbotschafter und Kammerbotschafterinnen sind für uns ein zentraler Baustein, um die Stärke der Pflege dorthin zu tragen, wo sie entsteht – bei den Kollegen und Kolleginnen“, erklärt Dominik Stark, Vorstandsmitglied der Pflegekammer NRW und Ressortverantwortlicher für den Bereich Kommunikation. „Sie machen die Arbeit der Kammer sichtbar und zeigen, dass berufspolitisches Engagement kein fernes Konzept ist, sondern konkret vor Ort beginnt.“ Rund 60 Kammerbotschafter*innen sind bereits aktiv. Interessierte können sich unter kommunikation@pflegekammer-nrw.de melden, um mehr zu erfahren.

Ein persönliches Kennenlernen und tieferer Austausch sind beim Tag des Ehrenamtes der Pflegekammer NRW möglich. Die Kammer lädt alle ehrenamtlich Engagierten und Interessierten herzlich ein, am 05.12.2024 von 09:00 bis 15:00 Uhr in der Eventlocation Schlossallee 1, Kalkumer Schlossallee 1, 40489 Düsseldorf, gemeinsam auf das vergangene Jahr zurückzublicken und sich zu vernetzen.

Die dazugehörige Pressemitteilung finden Sie hier.

Pressekontakt
Leonie Brand
Telefon: 0211 822089-505
Mobil: 0174 7595048
E-Mail: presse@pflegekammer-nrw.de

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