Anteil der zufriedenen Pflegefachpersonen steigt auf 64 Prozent
Faire Bezahlung stärkt die Attraktivität des Pflegeberufs
Kammerpräsidentin Sandra Postel: „Gute Arbeitsbedingungen enden nicht beim Gehalt“
Düsseldorf, 9. September 2026. Zwei Drittel der Pflegefachpersonen in Nordrhein-Westfalen bewerten ihr Einkommen positiv. Insgesamt 64 Prozent der Befragten sind mit ihrer Bezahlung zufrieden oder sogar sehr zufrieden. Das zeigt eine Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Pflegekammern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.
Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Tarifsteigerungen der vergangenen Jahre nicht nur im Geldbeutel, sondern auch in der Zufriedenheit der Pflegefachpersonen widerspiegeln. „Über viele Jahre wurde vor allem darüber gesprochen, dass Pflege schlecht bezahlt wird. Unsere Ergebnisse zeigen heute ein differenzierteres Bild: Rund zwei Drittel der Pflegefachpersonen in NRW sind zufrieden oder sogar sehr zufrieden mit ihrem Gehalt. Die Entwicklung geht in die richtige Richtung“, sagt Sandra Postel, Präsidentin der Pflegekammer NRW.
Gute Bezahlung allein reicht nicht
Eine faire Vergütung ist ein wichtiger Schritt zu attraktiveren Arbeitsbedingungen. Sie allein löst jedoch nicht die Probleme, die Pflegefachpersonen im Berufsalltag weiterhin erleben. Wo Personal fehlt, bleibt die Arbeit belastend. Wo Pflegefachpersonen pflegefremde Tätigkeiten übernehmen, fehlt Zeit für ihre eigentliche Aufgabe. Und wo Wertschätzung fehlt, kann auch ein höheres Gehalt die Probleme des Pflegealltags nicht lösen.
„Gute Arbeitsbedingungen enden nicht beim Gehalt. Wir müssen dafür sorgen, dass Pflegefachpersonen ihre Zeit und ihre Kompetenzen auch tatsächlich für professionelle Pflege einsetzen können“, betont Postel. Ein wichtiger Baustein dafür ist die Berufsordnung, die die Pflegekammer NRW erstmalig 2025 verabschiedet hat und die regelt, was Pflege ist – und was nicht.
Pflegekammer NRW setzt sich für bessere Arbeitsbedingungen ein
Mit der Kampagne #nichtdeinjob setzt die Pflegekammer NRW ein klares Zeichen gegen Aufgaben, die Pflegefachpersonen von ihrer eigentlichen Kernarbeit abhalten. Ziel ist es, dass Pflegefachpersonen sich wieder stärker auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren können: die Versorgung von Menschen. Mehr Informationen gibt es unter nichtdeinjob.de.
Grundlage der Umfrageergebnisse des Instituts für Demoskopie Allensbach ist eine Befragung von rund 2.880 Pflegefachpersonen aus allen Bereichen der professionellen Pflege in Nordrhein-Westfalen. Die aktuelle Mitgliederbefragung knüpft an die Erhebung aus dem Jahr 2023 an.
Die dazugehörige Pressemitteilung als Download finden Sie hier.
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Katrin Simoneit
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