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Pflegekammer NRW betont Wichtigkeit der Selbstverwaltung
Rückenwind aus Berlin bestätigt Kurs für NRW
Präsidentin fordert politische Zusammenarbeit auf allen Ebenen

Düsseldorf, 21. April 2026. „Die Pflegekammer in Rheinland-Pfalz hat wichtige Pionierarbeit für die Kammern in ganz Deutschland geleistet und dafür sind wir sehr dankbar“, sagt Sandra Postel, Präsidentin der Pflegekammer NRW. „Durch die aktuellen Entwicklungen wird diese Vorarbeit allerdings massiv beschädigt.“

Auch Katrin Staffler, Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, hatte sich offen zur aktuellen Situation geäußert und die „unerlässliche Arbeit“ der Pflegekammern für eine qualitätsgesicherte Versorgung betont. „Wir sind der Pflegebevollmächtigten sehr dankbar für diesen wichtigen Impuls, der unsere Arbeit stärkt und unseren Kurs nur bestätigt“, so Postel weiter.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2022 hat sich die Pflegekammer NRW mit ihren rund 250.000 Mitgliedern als größte Heilberufskammer und mitgliederstärkste Pflegekammer Deutschlands etabliert. Sie ist in zentralen politischen Gremien auf Landes- und kommunaler Ebene präsent und bringt dort konsequent die Perspektive der Pflege ein – dort, wo sie bisher nicht eingebunden war.

Fundament beruflicher Selbstbestimmung

Ein zentrales Fundament dieser Arbeit ist das verpflichtende Mitgliederregister. Es schafft erstmals eine belastbare Grundlage dafür, dass Pflege als Profession eigenständig und verbindlich vertreten werden kann. Darauf aufbauend hat die Kammer 2025 eine Berufsordnung verabschiedet, die berufliche Rechte und Pflichten klar regelt und damit mehr Orientierung im Berufsalltag schafft.

„Das Register ist kein Verwaltungsinstrument, sondern die Basis unserer Handlungsfähigkeit als Profession“, erklärt Postel. „Es sorgt dafür, dass Pflege nicht nur mitgedacht wird, sondern selbst aktiv gestaltet. Das unterscheidet Kammern von anderen berufsständischen Vertretungen und ist für unsere Arbeit unschätzbar wichtig, um die Interessen unserer Mitglieder politisch wirksam vertreten zu können.“

Einsatz gegen pflegefremde Tätigkeiten

Mit der Kampagne #nichtdeinjob setzt die Pflegekammer NRW zudem ein klares Zeichen gegen Aufgaben, die Pflegefachpersonen von ihrer eigentlichen Kernarbeit abhalten. Ziel ist es, die pflegerische Tätigkeit wieder stärker auf das zu konzentrieren, wofür sie ausgebildet ist: die Versorgung von Menschen. Dank der Arbeit der Pflegekammer NRW wurden im Maßregelvollzug Zuständigkeiten neu geregelt, sodass Pflegefachpersonen nun nicht mehr für Sicherheitsfahrten psychisch erkrankter Straftäter*innen verantwortlich sind.

Auch auf politischer Ebene bleibt die Pflegekammer aktiv. Sie fordert eine stärkere Berücksichtigung der Pflege im Leistungsrecht und warnt vor den Folgen der aktuellen GKV-Sparpläne. „Die Fortschritte in NRW zeigen, wie wichtig Selbstverwaltung für die Pflege ist. Damit diese Erfolge nicht gefährdet werden, müssen alle politischen Akteure zusammenarbeiten und verantwortungsvoll handeln.“    

Die dazugehörige Pressemitteilung finden Sie hier.


Pressekontakt
Katrin Simoneit
Telefon: 0211 873998-509
E-Mail: presse@pflegekammer-nrw.de

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