Pflegekammer Nordrhein-Westfalen ist bereits zum zweiten Mal dabei
Pflegefachpersonen erklären Schüler*innen, was ihren Job besonders macht
Seien Sie als Presse dabei: Neue Termine an Schulen in Bielefeld, Köln und Krefeld ab Ende Januar
Düsseldorf, 23. Januar 2026 – „Ich stehe jeden Tag auf und mache etwas mit Sinn und Bedeutung – und vor allem einen Unterschied im Leben von anderen Menschen.“ Wenn Richard-Matthew Erilla so aus seinem Alltag erzählt, gerät er fast ins Schwärmen – und reißt mit seinen Worten ein ganzes Klassenzimmer mit. Richard-Matthew ist Auszubildender zum Pflegefachmann. Dazu ist er als Ausbildungsbotschafter für die Pflegekammer NRW regelmäßig in Klassenzimmern unterwegs. Die Idee: Junge Menschen aus der Pflege stellen sich vor eine Schulklasse und erzählen aus ihrem Alltag, beantworten Fragen und geben Einblicke in etwas, das für die meisten Schüler*innen bisher höchstens ein Info-Flyer oder Instagram-Reel war.
„Der Fachkräftemangel ist eines der wichtigsten Themen für die Pflegebranche. Das Projekt gibt den Auszubildenden die Chance, niederschwellig und in ihrer eigenen Sprache mit den Schüler*innen ins Gespräch zu kommen“, erklärt Kristina Engelen, Vorstandsmitglied und Ressortverantwortliche für den Bereich Qualifizierung der Pflegekammer NRW. „Durch unseren Einsatz als Kammer können wir in NRW erstmals von solchen Landesfördermitteln profitieren und aktiv die Werbetrommel in den Schulen rühren – ein Instrument, das Industrie- und Handelskammern schon viele Jahre nutzen.“
Das Projekt der Ausbildungsbotschafter*innen ist Teil der landesweiten Kampagne „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA), die Schüler*innen ab der achten Klasse gezielt bei der beruflichen Orientierung und dem Übergang von der Schule in Ausbildung oder Studium unterstützt.
Insgesamt 51 junge Menschen konnte die Pflegekammer NRW in den letzten Jahren weiterbilden, damit sie auf Augenhöhe und ohne Lampenfieber mit den Schüler*innen in den Austausch gehen können. Insgesamt arbeitet die Kammer für dieses Projekt mit 16 Pflegeschulen zusammen und hat 26 lokale Kooperationspartner*innen.
„Natürlich möchten wir mit diesem Projekt die Schüler*innen erreichen und Werbung für den Beruf machen, aber dahinter steckt noch mehr“, sagt Guido Sievert vom Evangelischen Fachseminar für Pflegeberufe in Essen. „Die meisten jungen Menschen wissen nicht, was Pflege alles leistet. Durch die Ausbildungsbotschafter*innen lernen sie den Beruf aus einem anderen Blickwinkel kennen und können Vorurteile abbauen.“
So eindrücklich, wie Richard-Matthew und all die anderen Ausbildungsbotschafter*innen von ihrer Arbeit berichten, begeistern sie Schüler*innen und Lehrpersonal gleichermaßen. „Insbesondere die männlichen Schüler waren interessiert an den Berichten der Ausbildungsbotschafter*innen“, berichtet Philipp Erbslöh, Oberstudienrat an der Katharina-Henoth-Gesamtschule in Köln von einem Besuch. „Wir merken: Auf unsere Schüler*innen wirken Berichte aus erster Hand von jungen Erwachsenen immer sehr viel intensiver als alles, was Lehrer*innen vermitteln können.“
Noch im Januar 2026 starten die nächsten Termine der Ausbildungsbotschafter*innen, angefangen in Bielefeld (29. Januar/ 5. Februar). Termine in Köln (23. Februar), Krefeld (4. und 12. Februar) und anderen Städten in der Region folgen. Möchten Sie als Pressevertreter*in bei einem Besuch der Ausbildungsbotschafter*innen dabei sein? Wenden Sie sich gerne an uns – wir vermitteln Sie an die betreffende Schule weiter.
Pressekontakt
Katrin Simoneit
Telefon: 0211 822089-509
E-Mail: presse@pflegekammer-nrw.de
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