Am 24.11.2014 waren Anja Taake und Stefan Wellensiek auf Einladung von Fr. Prof`in Dr. Latteck und Fr. Prof`in Dr. Makowsky an der FH Bielefeld. Sie waren zu Gast am Fachbereich Wirtschaft und Gesundheit im ersten Semester „Berufliche Bildung Pflege“ und stellten Ziele und Aufgaben einer Pflegekammer vor. Anwesend waren ca. 50 Studierende aus dem Bereich Pflege. Auch einige Therapeutinnen und Therapeuten mit Ihrer Dozentin Fr. Prof`in i.v. Dr. von der Heyden fanden den Weg in die Veranstaltung. Während und nach dem Vortrag entwickelte sich eine spannende Diskussion über Möglichkeiten und Grenzen der Kammer.

Eine der aufkommenden Fragen war, ob die Pflegekammer die bestehenden Berufsverbände ersetzen kann oder möchte. Hier konnten die Vertreter des Fördervereins eine klare Stellung beziehen: Die Pflegekammer kann und soll keine Ersatzfunktion für die Berufsverbände haben. Besondere fachliche Interessen, wie z.B. durch den BLGS vertreten, bleiben auch weiterhin in verbandlicher Obhut besser aufgehoben als bei einer Kammer. Die Kammer wirkt als ein Organ, welches als Körperschaft öffentlichen Rechts definierte Aufgaben wahrnehmen wird. Die Aufgaben und Interessen der Verbände werden durch deren Mitglieder definiert und gesteuert. Somit ergibt sich eine klare Trennung. Dass die Berufsverbände die Kammer als keine Konkurrenz wahrnehmen wird auch dadurch deutlich, dass sie sich in NRW hinter den Gedanken der Kammer gestellt haben. Weiterhin wird dies auch daran sichtbar, dass der Förderverein als Mitglied im Landespflegerat NRW in ständigem Austausch mit anderen Verbandsvertretern steht.

Auf die Frage zur Errichtung einer Kammer für die Berufe Physio-, Logo- und Ergotherapie mussten Fr. Taake und Hr. Wellensiek aber eine Antwort schuldig bleiben. Zu dieser Frage gibt es noch keine klaren Tendenzen.

Weitere Fragen wurden von den Studierenden engagiert diskutiert. Wir hoffen auf eine Fortsetzung dieser Diskussion und möchten hiermit noch mal unseren Dank für die Gelegenheit des Vortrags und das entgegengebrachte Interesse aussprechen.

25.11.2014, Stefan Wellensiek