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In Europa gibt es eine Vielzahl an Vorbildern für die
berufliche Selbstverwaltung der Pflege. Die ältesten
Kammern gehen dabei bereits auf das Jahr 1918 zurück
(Großbritannien), aber auch in den letzten zehn Jahren
sind Kammern neu entstanden (Portugal 1998; Slowakei 2002).
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über
aktuelle Strukturen pflegerischer Selbstverwaltung in Europa.
Sie basiert auf einer Literatur- und Internet-Recherche
aus dem Jahr 2005. Sollten Sie bemerken, dass einzelne Informationen
oder Links nicht mehr aktuell sind, freuen wir uns über
eine kurze Nachricht an:
ag-presse@pflegekammer-nrw.de
| Gibraltar |
- Nurses, Midwives and Health Visitor
Registration Board
- Regierungsbehörde seit 1997
- Internet: http://www.gha.gov.gi/
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| Großbritannien |
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| Irland |
- Pflegekammer nach britischem Vorbild:
Irish Nursing Council (An Bord Altranais seit 1950
bzw. 1919)
- Aufgaben:
- Registrierung von KrankenpflegerInnen
- Berufsordnung: Code of Professional Conduct
- Untersuchung der Berufstüchtigkeit durch
das Fitness to Practice Committee
- Kontrolle der Ausbildungsstätten
- Internet: http://www.nursingboard.ie/
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| Italien |
- Pflegekammer: Registrierung der Pflegenden
in regionalen Kammern seit den 1950er Jahren (Associazioni
& Nuclei Regionali)
- Diese sind seit 1964 in einem Dachverband
(Consociazione Nazionale delle Associazioni Infermiere/i
(CNAI)) zusammengefaßt
- Aufgaben:
- Schutz von Ethik und Berufsautonomie
- Registrierung
- Gebühren: 50 € pro
Mitglied und Jahr (Schüler: 25 €)
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| Malta |
- Pflegekammer: Council of Nurses
and Midwives
- Lizenzierung & Registrierung
(Specialist Registers für Psychiatrie und Kinderkrankenpflege)
- Maltese Code of Ethics for
Nurses and Midwives
- Disziplinarmaßnahmen
bei Verletzungen der Berufsethik
- Internet:
http://www.sahha.gov.mt
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| Polen |
- Pflegekammer seit 1991 per Gesetz etabliert: Hauptkammer
der KrankenpflegerInnen und Hebammen (NIPiP)
- Nationale Hauptkammer und 45 unabhängige
Bezirkskammern
- Obligatorische Lizenzierung und Registrierung
für qualifizierte Pflegepersonen
- Professioneller ethischer Code der KrankenpflegerInnen
und Hebammen von Polen
- Internet: http://www.zgptpiel.waw.pl/
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| Portugal |
- Pflegekammer seit 1998: National Nurses Association
(Ordem dos Enfermeiros) analog zu bestehenden Kammern
für (Zahn-)Ärzte und Pharmazeuten
- Aufgaben:
- Lizenzierung und Registrierung
- Berufsordnung (Disziplinarmaßnahmen)
- Internet:
http://www.ordemenfermeiros.pt/
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| Slowakei |
- Kammer für KrankenpflegerInnen und Hebammen
seit 2002 (zuvor in der Kammer der mittleren Gesundheitsarbeitskräfte
organisiert): Slowakische Kammer der Krankenschwestern
und Hebammen (SK SaPA)
- Registrierung (Kosten: ca. 5 € für
fünf Jahre)
- Nachweis regelmäßiger Fortbildungen
für Erneuerung der Registrierung
- Berufsordnung (Ahndung von Verletzungen)
- Eine umfassende Beschreibung der slowakischen
Pflegekammer findet sich bei Hanzlíková
& Juhász (2004): Eigene Kammer stellt
Weichen für die Zukunft. Pflege in Europa –
Slowakische Republik. Pflegezeitschrift 57(10):
731-4.
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| Slowenien |
- Pflegekammer seit 1992
- Kammer wurde vom Berufsverband gegründet
- Ein Ethical Code for Nurses, Health Technicians
and Midwives of Slovenia wurde vom Berufsverband
vorgelegt
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| Spanien |
- Pflegekammer: The Spanish General Council of Nursing
(SGCN) (Consejo General de Colegios Oficiales de
Enfermería de Espana)
- Kammer ist gleichzeitig Berufsverband
- Berufsordnung wurde vom Berufsverband vorgelegt
- Internet: http://www.enfermundi.com
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| Zypern |
- Pflegekammer: The Nursing and Midwifery Council
- Kammer ist an das Gesundheitsministerium angegliedert
- Berufsverband (CY.N.M.A) besteht per Gesetz aus
allen registrierten KrankenpflegerInnen & Hebammen
- Alle KrankenpflegerInnen des öffentlichen
Gesundheitssektors sind registriert (obligatorisch),
im privaten Sektor lediglich knapp 16%
- Internet:
http://www.cyna.org/index.html
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